Clean Printing – SGC 29161:2023

Clean Printing – SGC 29161:2023
Das einzig Wahre.

 

Der von Swiss Global Cert© entwickelte Standard zertifiziert Unternehmen, die in der Druckindustrie tätig sind und eine ausschliesslich nachhaltige Produktions- und Wertschöpfungskette nachgewiesen haben.

 

Zertifizierte Unternehmen verpflichten sich, die im Standard festgelegten Kriterien ständig zu überprüfen und einzuhalten. Ihnen genügt es nicht nur den „ökologischen Fussabdruck“ gering zu halten, sie gehen ins verifizierbare Detail, den Fingerabdruck.

 

Das bedeutet, dass „Green Washing“ und ähnliche Massnahmen, die ein „grünes“ bzw.„nachhaltiges“ Wirtschaften vorgeben und durch andere „grüne“ oder „blaue“ Labels bescheinigt werden, ausgeschlossen sind.

 

Die zertifizierten Unternehmen sind Vorreiter und Wegbereiter für eine nachhaltige Zukunft in der Druckindustrie. Das Clean Printing-Zertifikat wird nur verliehen, wenn die Vorgaben dieses Standards konsequent eingehalten werden und die Unternehmen nachweisen haben, dass alle Unternehmensprozesse nachhaltigen und ökologischen Anforderungen entsprechen. Die Vorgaben des Zertifikats beziehen sich auf Themen wie den Energie verbrauch, den Einsatz von Chemikalien, einer nachhaltigen Produktion und den Einsatz entsprechender Bedruckstoffe und Farben.

Um die Durchführung und Kontrolle nachhaltiger Prozesse sicherzustellen, werden bestimmte organisatorische Anforderungen gestellt:

 

1. Allgemeines

 

Das Unternehmen ist in der Druckindustrie tätig und verwendet bereits nachhaltige Druckverfahren oder beabsichtigt, in naher Zukunft nachhaltige Druckverfahren einzuführen. Das Unternehmen ist bestrebt, seine nachhaltigen Druckverfahren ständig zu verbessern und zum Schutz der Umwelt beizutragen.


Das CleanPrinting-Zertifikat wird unter den folgenden Bedingungen ausgestellt:

• Das Unternehmen hält die Umweltvorschriften ein.

• Das Unternehmen hat die Schritte ausgeführt, die den Rahmen für CleanPrinting bilden.

• Das Unternehmen verwendet nachhaltige Druckverfahren oder beabsichtigt, in naher Zukunft nachhaltige Druckverfahren einzuführen.

Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, wird das Zertifikat für einen Zeitraum von drei Jahren ausgestellt. Nach diesem Zeitraum muss eine Rezertifizierung durchgeführt werden.

Das Zertifikat wird bedingungslos erteilt, wenn das Unternehmen alle Voraussetzungen von CleanPrinting 29161:2023 erfolgreich umgesetzt hat.

Das Zertifikat wird bedingt erteilt, wenn das Unternehmen noch nicht alle Voraussetzungen von CleanPrinting 29161:2023 erfüllt, sich aber auf dem Weg zu Konformität befindet, sich der Nachhaltigkeit verpflichtet und innert einer im Voraus bestimmten Frist die fehlenden Anforderungen umsetzt.

Swiss Global Cert© behält sich das Recht vor, jährlich ein Kontrollaudit durchzuführen.

2. Umweltgesetzgebung

 

2.1 Allgemeines

 

Umweltschutz ist ein globales Anliegen und viele Staaten auf der ganzen Welt haben Umweltschutzgesetze erlassen, um die Auswirkungen von schädlichen Einflüssen oder Emissionen auf die Umwelt zu minimieren, die biologische Vielfalt zu erhalten und Menschen, Tiere und Pflanzen zu schützen.

Da die Druckindustrie häufig umweltschädliche Chemikalien einsetzt, grosse Mengen an CO2-Emissionen erzeugt und die Umwelt auch auf andere Weisen belastet, wird von den Unternehmen erwartet, dass sie die staatlichen Umweltgesetze und -vorschriften in ihrem Sitzstaat einhalten.

Um die Einhaltung der Umweltgesetzgebung nachzuweisen, hat das Unternehmen eine Umweltschutzerklärung erstellt, die die kritischen Aspekte auflistet und die notwendigen Anpassungen dokumentiert (vgl. Ziff.3.6).

 

2.2 Schweiz

 

Die Schweiz hat am 7. Oktober 1983 das Bundesgesetz über den Schutz der Umwelt (Umweltschutzgesetz, USG) erlassen. Gemäss Art. 1 Abs.1 USG bezweckt dieses Gesetz, Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen zu schützen sowie die natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere die biologische Vielfalt und die Fruchtbarkeit des Bodens, dauerhaft zu erhalten.

Strengere Vorschriften in anderen Gesetzen des Bundes bleiben vorbehalten (Art. 3 Abs.1 USG).

Einen Überblick über das geltende Umweltrecht in der Schweiz finden Sie auf der Website des Bundesamts für Umwelt. Unternehmen mit Sitz in der Schweiz müssen die geltenden Schweizer Umweltvorschriften einhalten. Jedes Unternehmen ist selbst dafür verantwortlich, dass die nationalen und internationalen Vorschriften zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden.

 

2.3 Deutschland

 

Deutschland hat eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen zum Schutz der Umwelterlassen.

Einen Überblick über das geltende Umweltrecht in Deutschland finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Unternehmen mit Sitz in Deutschlandmüssen die geltenden deutschen Umweltvorschriften einhalten. Jedes Unternehmen ist selbst dafür verantwortlich, dass die nationalen und internationalen Vorschriften zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden.

2.4 Andere Staaten

 

Die meisten Staaten der Welt haben eine Vielzahl von Umweltgesetzen und-vorschriften erlassen. Jedes Unternehmen ist selbst dafür verantwortlich, dass die nationalen und internationalen Vorschriften zu jeder Zeit eingehalten werden.

 

3. Allgemeine Anforderungen an den Umweltschutz

 

3.1 Energiequellen

 

Die Druckindustrie ist auf eine grosse Menge Energie angewiesen. Der Energieverbrauchumfasst nicht nur die Herstellung der fertigen Druckerzeugnisse, sondern auch die Produktion von Papier und Druckfarbe. Deshalb verpflichtet sich das Unternehmen, ausschliesslich Ökostrom zu beziehen. Das Unternehmen installiert und nutzt mindestens eine eigene erneuerbaren Energiequelle. Zum Beispiel installiert und nutzt das Unternehmen eigene Solaranlagen.

 

3.2 CO2-Emissionen

 

CO2-Emissionen können währen des gesamten Produktionsprozesses entstehen. Dazu gehört die Herstellung der fertigen Druckerzeugnisse, aber auch die Produktion von Papier und Druckfarbe sowie der Transport. Abhängig von den Zulieferern und Druckverfahren können diese Prozesse zu einem erheblichen Anstieg der CO2-Emissionen führen.

Das Unternehmen muss sich verpflichten, seine CO2-Emissionen zu reduzieren und CO2-neutral zu werden. Daher befolgt das Unternehmen das Greenhouse Gas Protocol oder ein gleichwertiges Protokoll zur Messung, Reduzierung und zum Ausgleich von CO2-Emissionen.

 

Mögliche Mittel zur Verringerung der CO2-Emissionen sind:

 

• Investitionen in energieeffiziente oder energiesparende Geräte
• Steigerung des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen
• Zusammenarbeit mit nachhaltigen Lieferanten
• Verwendung recycelter oder nachhaltiger Materialien
• Förderung der Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel (z.B. Fahrrad) für den Arbeitsweg

Das Unternehmen muss seine Verpflichtung zur CO2-Reduktion schriftlich nachweisen können. Das Unternehmen muss die genauen Schritte zur CO2-Reduktion schriftlich festhalten und seine Fortschritte regelmässig überprüfen.

Das Unternehmen verpflichtet sich, seine Fahrzeuge durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen odereinen anderen Plan zur CO2-Reduktion im Bereich der Mobilität und Transport zu verfolgen.

 

3.3 Ressourcenmanagement

 

Um eine kontinuierliche Verbesserung der nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten, verpflichtet sich das Unternehmen, Ressourcen zu schonen. Das Unternehmen entwickelt eine Strategie zur Ressourcenschonung.

 

3.4 Leitbild

 

Die Unterstützung von Umweltprojekten ist essenziell, um das Umweltbewusstsein zu stärken. Daher ist es wichtig, in regionale, nationale oder internationale Projekte zu investieren und diese Bemühungen gegenüber Kunden, Partner und Wettbewerbern zu kommunizieren. Mit der Unterstützung von Umweltprojekten zeigt das Unternehmen nicht nur seine eigenen Bemühungen, sondern kann auch andere dazu inspirieren, den gleichen Weg zu gehen. Das Unternehmen unterstützt mindestens zwei verschiedene Umwelt- (z.B. Natur- oder Tierschutz) und / oder Sozialprojekte (z.B. Umweltschulung für Kinder). Mindestens eines davon unterstützt die regionale oder, falls nicht vorhanden, die nationale Umwelt.

 

3.5 Umweltprojekte

 

Um das Umweltbewusstsein zu stärken, ist die Unterstützung von Umweltprojekten unerlässlich. Daher ist es wichtig, in regionale, nationale oder internationale Projekte zu investieren und diese Bemühungen gegenüber Kunden, Partnern und Wettbewerbern zu kommunizieren. Mit der Unterstützung von Umweltprojekten zeigt das Unternehmen nicht nur seine eigenen Anstrengungen, sondern kann auch andere dazu inspirieren, den gleichen Weg zu gehen. Das Unternehmen unterstützt mindestens zwei verschiedene Umwelt- (z.B. Natur- oder Tierschutz) und/oder soziale (z.B. Umweltbildung für Kinder) Projekte. Mindestens eines von ihnen unterstützt das regionale oder, falls nicht verfügbar, das nationale Umfeld.

3.6 Umweltschutzerklärung

 

Die Umweltschutzerklärung dient dazu, das ökologische Leitbild des Unternehmens zu etablieren, Massnahmen zu dokumentieren, die Einhaltung staatlicher Umweltschutzvorschriften sicherzustellen und weitere Prozesse in Bezug auf die Nachhaltigkeit festzuhalten. Das Unternehmen muss eine Umweltschutzerklärung entwickeln.


Die Umweltschutzerklärung umfasst mindestens die folgenden Elemente:

• Überblick über das Unternehmen und seine Geschäftstätigkeit
• Leitbild des Unternehmens bezüglich Umweltschutz
• Zuständigkeiten in Bezug auf den Umweltschutz
• Kritische Aspekte im Zusammenhang mit dem Umweltschutzrecht und ergriffene Massnahmen
• Nutzung erneuerbarer Energien
• Massnahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen
• Strategie des Ressourcenmanagements
• Investitionen in Umweltprojekte
• Prozesslandschaft
• Bewertung der Umweltkriterien

 

4. Nachhaltige Druckpraktiken

 

4.1 Druckverfahren

 

Die Wahl des Druckverfahrens ist ein wichtiger Ansatzpunkt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz.

Viele Druckereien verwenden UV oder LE(D)-UV in ihrem Druckverfahren. Diese Technologie wird mit der Begründung angepriesen, dass die Tinte schneller trocknet, was Zeit und Energie spart. Bei der Bestrahlung mit UV oder LE(D)-UV entsteht jedoch Kunststoff, der negative Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass die Druckerei ein konventionelles Offsetdruckverfahren oder ein anderes ökologisches Druckverfahren verwendet.

Ausserdem verwendet das Unternehmen keine giftigen Zusatzstoffe (z.B. UV-Reinigungsmittel) im Druckverfahren.

 

4.2 Druckplatten

 

Die Herstellung und Verwendung von Druckplatten verbrauchen erhebliche Mengen an Ressourcen. Der Prozess erfordert eine erhebliche Menge an Chemikalien, Energie und Wasser.

Es gibt eine grosse Auswahl an Druckplatten, die für verschiedene Druckverfahren verwendet werden können. Eine der ressourcenschonendsten und umweltfreundlichsten Druckplatten ist die prozesslose Druckplatte.

Das Unternehmen verwendet ausschliesslich prozesslose Druckplatten.

Verwendet das Unternehmen andere Druckplatten, muss es die Abweichung unter Umweltgesichtspunkten begründen können.

 

4.3 Druckfarbe

 

In der Druckindustrie werden verschiedene Arten von Druckfarben verwendet. Druckfarbe besteht in der Regel aus Farbestoffen, Bindemitteln, Lösungsmitteln und Hilfsstoffen. Vor allem Bindemittel und Lösungsmittel können schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben. Druckereien verwenden häufig mineralölhaltige Bindemittel, weil sie im Allgemeinen kostengünstiger sind. Mineralöle werden durch Destillation von Rohöl gewonnen und haben schädliche Auswirkungen auf Mensch und Natur. Ausserdem lassen sich Mineralöle im Recyclingprozess nicht leicht herauslösen, was das Recycling von Papier erschwert.

Deshalb verwendet das Unternehmen ausschliesslich mineralölfreie Bio-Druckfarben.

 

4.4 Isopropylalkohol

 

Die Verwendung von Alkohol im Druckprozess ist weit verbreitet. Vor allem im Offsetdruck wird Alkohol, namentlich Isopropylalkohol (IPA), eingesetzt, um die Oberflächenspannung des Feuchtemittels zu verringern, eine effektivere Benetzung der Walzen und der Druckplatte zu gewährleisten und das Farb-Wasser-Gleichgewicht zu stabilisieren. Die Verwendung von IPA hat viele Nachteile, wie z.B. negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter, Probleme bei der Lagerung der leicht entzündlichen Substanz und schädliche Umwelteinflüsse.

Viele Jahre lang hat sich die Druckindustrie darauf konzentriert, IPA im Druckprozess zu reduzieren oder zu ersetzen – mit Erfolg.

Daher stellt das Unternehmen mindestens 90% seiner Produkte ohne IPA her.

 

4.5 Abfall und Recycling

 

Die Druckindustrie kann erhebliche Mengen an Abfall produzieren, wenn die Druckverfahren nicht effizient gestaltet sind. Ein effizienter Druckprozess kann sowohl Geld als auch Papier sparen und so die Umwelt schützen.

Aus diesem Grund verpflichtet sich das Unternehmen, Massnahmen zur Verringerung der Abfallproduktion zu ergreifen.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass die Wiederverwendung von Papier und anderen Materialien einen erheblichen Einfluss auf die Verbesserung der Nachhaltigkeit hat. Durch die Wiederverwendung von Papier und anderen Materialien können unter anderem die Abholzung von Wäldern verringert, Transportwege eingespart, das Abfallaufkommen reduziert und die Umwelt geschützt werden. Aus diesem Grund ist das Recycling von Papier und anderen Materialien unerlässlich. Es ist zu beachten, dass das Recycling eine sorgfältige Trennung der Materialien erfordert.

Daher verpflichtet sich das Unternehmen, die sorgfältige Trennung von Wertstoffen durchzuführen und den Recyclingprozess zu unterstützen.

 

4.6 Erforderliche Zertifikate

 

Der Forest Stewardship Council (FSC) hat sich zum Ziel gesetzt, eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft zu fördern, damit Wälder und Menschen gedeihen können. Der FSC hat ein Label entwickelt, das als vertrauenswürdiges Zertifikat für nachhaltige Forstwirtschaft gilt.

Da die Druckindustrie grosse Mengen an Produkten aus der Forstwirtschaft benötigt, muss das Unternehmen ein FSC-Zertifikat oder ein ähnliches Zertifikat vorweisen können.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und die Fähigkeit zur Herstellung qualitativ hochwertiger Druckerzeugnisse nachzuweisen, muss das Unternehmen nach ISO-12647 zertifiziert sein oder ein ähnliches Zertifikat vorweisen können.

Weitere Zertifikate sind ausdrücklich erwünscht, insbesondere Zertifikate für Umwelt- oder Klimaschutz.

5. Organisatorischer Kontext und Ressourcen

 

5.1 Personal

 

Das Unternehmen definiert eine Person oder ein Team, das für die Ausführung, Kontrolle, Leitung und Verwaltung aller Prozesse und Abläufe im Zusammenhang mit CleanPrinting verantwortlich ist.

Das Personal, das für die Ausführung und Kontrolle der Aufgaben im Rahmen von CleanPrinting verantwortlich ist, muss auf der Grundlage der Kompetenzen eingestellt werden, die es besitzt und die für die jeweilige Position erforderlich sind. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass das Personal über die erforderlichen Erfahrungen, Kenntnisse und Qualifikationen für die Ausführung der Aufgaben und die Übernahme der für die jeweilige Position vorgesehene Verantwortung verfügt.

Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Personals müssen klar definiert, dokumentiert und kommuniziert werden.

 

5.2 Anforderungen an Dokumentation und Aufzeichnungen

 

Das Unternehmen dokumentiert regelmässig alle Messungen und andere relevanten Daten, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Alle Daten, die CleanPrinting betreffen, müssen sicher gespeichert und archiviert werden.

 

Erforderliche Dokumentation:

  • Die Strategie des Unternehmens
  • Ziele von CleanPrinting
  • Dokumentierte Prozesse und Richtlinien
  • Aufgaben und Zuständigkeiten der am CleanPrinting-Prozess beteiligten Personen

6. Ausführung und Kontrolle

 

6.1 Allgemeines

 

Das Unternehmen ist für die Umsetzung und Kontrolle aller erforderlichen CleanPrinting-Prozesse und Anforderungen verantwortlich. 

Das Bekenntnis zur Nachhaltigkeit sowie die konkreten Ziele und Strategien müssen festgehalten, kommuniziert und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Die Absicht, die Umwelt zu unterstützen und das Umweltbewusstsein zu schärfen, muss auf der Website des Unternehmens, in den sozialen Medien und in Marketingmaterialien veröffentlicht werden. Ausserdem müssen regelmässig Bericht veröffentlicht werden, um die Einhaltung der kommunizierten Ziele und Strategien nachzuweisen. Es müssen interne Audits durchgeführt werden und das Unternehmen muss jederzeit für ein externes Audit bereit sein.

Das Unternehmen muss eine Reihe von KPIs zur objektiven Messung seiner Leistung entwickeln.

 

6.2 Leistungsnachweis

 

Mindestens einmal im Jahr muss ein Treffen mit den CleanPrinting-Verantwortlichen, der Geschäftsführung und anderen Beteiligten stattfinden. Bei diesem Treffen müssen die Fortschritte, KPI-Werte, Verbesserungspotenziale, Massnahmen und andere CleanPrinting relevante Traktanden besprochen werden. Als Ergebnis des Treffens müssen CleanPrinting-Ziele für das nächste Jahr festgelegt werden.

Es ist notwendig, dass die Sitzung protokolliert wird und alle Entscheidungen, die CleanPrinting betreffen, schriftlich festgehalten werden. Das für CleanPrinting zuständige Personal sorgt dafür, dass das Besprochene auch umgesetzt wird.

 

6.3 Kontrolle der Dokumentation und Aufzeichnungen

 

Das Unternehmen stellt sicher, dass alle Daten, die CleanPrinting betreffen, sicher aufbewahrt und für mindestens 10 Jahre archiviert werden. Alle Daten müssen mindestens einmal pro Jahr aktualisiert werden. Die gespeicherten Daten müssen immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Das Unternehmen muss geeignete Verfahren zur Verwaltung und Kontrolle von Dokumenten und Aufzeichnungen einführen und umsetzen.

Das Unternehmen muss die Verfügbarkeit der Dokumente und Unterlagen sicherstellen.

Alle Mitarbeiter müssen Zugang zu den Dokumenten und Unterlagen haben. Das Unternehmen muss dafür sorgen, dass das gesamte Personal über die relevanten Prozesse und Verfahren informiert wird. Es muss eine Regelung für die Information der Mitarbeiter über Änderungen und Aktualisierungen der einschlägigen Dokumente geben.

 

6.4 Verbesserung

 

Das Unternehmen muss stets bestrebt sein, seine Prozesse zu verbessern, seinen ökologischen Fussabdruck zu verringern und die Nachhaltigkeit zu optimieren. Die für CleanPrinting verantwortlichen Mitarbeiter stellen sicher, dass die Geschäftsleitung und das gesamte Unternehmen über die Nachhaltigkeit und die mit CleanPrinting verbundenen Abläufe informiert sind. 

Das Unternehmen ist selbst dafür verantwortlich, die Einhaltung des CleanPrinting-Standards SGC 29161:2023 sicherzustellen. Swiss Global Cert© behält sich das Recht vor, jederzeit ein Audit durchzuführen, um die getroffenen Massnahmen und Verbesserungen zu überprüfen.

Das Qualitätsmanagement und seine Komponenten müssen darauf abzielen, die Prozesse und die Erreichung der Qualitätsziele ständig zu verbessern sowie die Ursachen und potenzielle Chancen von Nichtkonformitäten zu beseitigen.

Sowohl interne (Mitarbeiter) als auch externe (Kunden, Partner) Parteien sollen zum Verbesserungsprozess beitragen können.

 

Die Verbesserungsmöglichkeiten beruhen auf der Analyse der folgenden Punkte:

 

  • Ergebnisse der Leistungsbewertung
  • Kunden-Feedback
  • Mitarbeiter-Feedback
  • Analyse der Qualitätsziele
  • Analyse der Risiken und Chancen
  • Analyse der Leistungsbewertung
  • Internes Audit

Der Qualitätssicherungsbeauftragte und die Geschäftsleitung müssen diese Faktoren jährlich analysieren und diskutieren, um Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln.

Das Unternehmen muss die Verbesserungen dokumentieren und Massnahmen zur Erreichung dieser Ziele durchführen. Es muss ein Verfahren zur Überwachung und Messung der positiven Ergebnisse dieser Massnahmen eingeführt werden. 

Die ausführliche Beschreibung des Clean Printing – SGC 29161:2023 Zertifikats

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Die Checkliste zum Clean Printing – SGC 29161:2023 Zertifikat

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